Firjan kritisiert Trumps neue Zölle gegen Brasilien und warnt vor Einbußen bei Rio de Janeiros Exporten, insbesondere im Öl- und Gassektor.
Am vergangenen Mittwoch, dem 30. Juli, äußerte der Industrieverband des Staates Rio de Janeiro (Firjan) seine Besorgnis über die wirtschaftlichen Auswirkungen der neuen tarifas Die USA haben eine Maßnahme angekündigt, die am 6. August in Kraft treten wird. Die Maßnahme, die der ehemalige Präsident Donald Trump per Dekret unterzeichnete, sieht einen 50-prozentigen Zoll auf Importe verschiedener brasilianischer Produkte vor. Nach Einschätzung des Verbandes könnte die Initiative die Wirtschaft des Bundesstaates Rio direkt beeinträchtigen.
Obwohl Artikel aus dem Öl- und Gassektor von der neuen Gebühr ausgenommen sind, betonte Firjan, dass auf Stahl und Aluminium weiterhin der zuvor erhobene Aufschlag von 50 % erhoben wird.
Dies beunruhigt den Industriesektor in Rio de Janeiro, da er die Zölle als Gefahr für die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Bundesstaat betrachtet.
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Die Exporte von Rio de Janeiro sind direkt bedroht
Die Öl- und Gaskette macht etwa 60 % der Exporte Rio de Janeiros in die USA aus und ist für etwa 40 direkte Arbeitsplätze verantwortlich.
Auch wenn Rohöl nicht mehr auf der Zollliste steht, bleiben andere für Rios Handelsbilanz wichtige Produkte gefährdet.
Eine von Firjan selbst durchgeführte Umfrage zeigt, dass 48 Gemeinden des Bundesstaates im Jahr 2024 auf den nordamerikanischen Markt exportierten und die Auswirkungen der neuen Regeln zu spüren bekommen könnten.
Das Unternehmen betont, dass die Gesamtauswirkungen auf die Wirtschaft von Rio de Janeiro zwar einige Bereiche verschont blieben, jedoch erheblich seien.
Eine von Firjan bei verbundenen Unternehmen durchgeführte Umfrage ergab, dass 60 % der Befragten kurzfristig negative Auswirkungen erwarten.
Zu den wichtigsten Problemen, die vorhergesagt werden, zählen ein Rückgang der Einnahmen, ein Anstieg der Betriebskosten und eine Verringerung des Exportvolumens.
Darüber hinaus gaben 42 Prozent der Unternehmer an, dass sie angesichts des neuen Szenarios Entlassungen befürchten. Laut dem Verband könnte der lokale Arbeitsmarkt direkt betroffen sein, da es zu Arbeitsplatzverlusten kommen könnte, während das Land noch immer mit Herausforderungen bei der wirtschaftlichen Erholung zu kämpfen hat.
Firjan fordert diplomatische Maßnahmen gegen Zölle
Angesichts dieses Szenarios plädiert Firjan für intensivere diplomatische und paradiplomatische Maßnahmen zwischen Brasilien und den Vereinigten Staaten.
Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass Verhandlungen der einzige gangbare Weg sind, um die von den Unternehmen im Produktionssektor bereits prognostizierten Verluste zu mildern.
„Firjan unterstreicht die dringende Notwendigkeit einer Verhandlungslösung, die die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen dieser Maßnahmen verringert“, hieß es in einer Erklärung des Unternehmens.
Für den Verband ist derzeit Einigkeit zwischen Regierungen, Unternehmen und Institutionen gefragt, um nationale und regionale Interessen zu schützen.
Handelsbeziehungen bleiben strategisch
Trotz der durch die Zölle verursachten Spannungen betonte Firjan, dass Brasilien und die Vereinigten Staaten eine historische Partnerschaft im internationalen Handel pflegen.
Im Jahr 2024 waren die Vereinigten Staaten der größte ausländische Investor in Brasilien und der zweitgrößte Handelspartner des Landes.
Die Handelsbilanz belief sich auf 7 Milliarden US-Dollar zugunsten Brasiliens, was die Bedeutung der bilateralen Beziehungen unterstreicht.
Daher argumentiert das Unternehmen, dass einseitige Maßnahmen wie Trumps Zölle eine solide Beziehung gefährden könnten, die über Jahrzehnte aufgebaut wurde.
Firjan fordert eine ausgewogene Lösung, die die Auswirkungen auf Arbeitsplätze, Einnahmen und das Wachstum der nationalen Industrie berücksichtigt.

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